Wechseljahre - das ist doch Natur!

Doris Dörrie, dt. Regisseurin

Verändert, aber wunderbar! Time to chance

Wechseljahre”, diese Vorstellung löst bei vielen Frauen geradezu Panik aus. Nicht nur die Literatur ist voll von Geschichten von Frauen, die plötzlich "unsichtbar" werden, weil es aus ist mit der weiblichen Attraktivität. Statt dessen: Unkontrollierbare Hitzewallungen, unregelmäßige Monatsblutungen und damit das Ende der Gebärfähigkeit, Depressionen, nervöse Verstimmungen, Gewichtsprobleme, Schlafstörungen und Libidoverlust, die untrüglichen Zeichen des Klimakteriums (lateinische Bezeichnung für die Wechseljahre)..

Dabei ist der "Klimawechsel" keineswegs eine behandlungsbedürftige Krankheit, sondern eine körperlich-seelische Umbruchs- und Neuorientierungsphase im Leben der Frau. Heute erleben 90 Prozent der Frauen die Wechseljahre (vor hundert Jahren war das noch ganz anders). Für viele Frauen beginnt danach ein neuer, spannender Lebensabschnitt und sie starten noch einmal richtig durch.

Ob Sie die Wechseljahre aktiv erleben oder duldend erleiden, hängt ganz entscheidend von Ihrer eigenen Einstellung ab. Nur etwa fünf Prozent der Frauen werden durch die viel beschriebenen Wechseljahrsbeschwerden so beeinträchtigt, dass sie ohne eine Behandlung ihren Alltag gar nicht bewältigen könnten. Auch der Kopf spielt eine wichtige Rolle: Wenn Sie sich vor dem dem Klimakterium fürchten, leiden Sie doppelt unter möglichen Beschwerden. Die mit dem Klimakterium einhergehenden körperlichen Veränderungen setzen meist zwischen den 45. und 50. Lebensjahr ein und sind im allgemeinen spätestens mit dem 60. Lebensjahr abgeschlossen. Die hormonell bedingten körperlichen "Nebenwirkungen" der Wechseljahre (Hitzewallungen, Haut- und Schleimhautrockenheit, Verminderung der Knochendichte, Schlafstörungen, verstärkte Blutungen, Inkontinenz, Libidoverlust) lassen sich heute lindern oder sogar ganz beseitigen.

Allerdings: Der biologische Prozess des Klimawechsels lässt sich durch eine Behandlung nicht verkürzen - der Körper braucht seine Zeit für die Umstellung. Entscheidend für die Beantwortung der Frage: Behandlung ja oder nein? ist zunächst einmal Ihr persönliches Befinden. Wenn Sie sehr unter den Wechseljahren leiden, kann eine Hormontherapie das Mittel der Wahl sein. Oft ist eine hormonelle Therapie nicht erforderlich oder Sie bevorzugen sanfte Therapiealternativen bzw. möchten diese mit einer Hormontherapie kombinieren. Hier gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, um dem Körper die Umstellungsarbeit der Wechseljahre zu erleichtern. Auch durch eine Veränderung des Lebensstils (mehr Bewegung, andere Ernährung, Zeit für sich selbst) können Sie selbst eine Menge dafür tun, dass die Wechseljahre Lust sind und nicht zur Last werden. Nach eingehender Anamnese und Untersuchung beraten wir Sie gern zum für Sie richtigen Konzept.